VON DER ERFAHRUNG ZUR ENDGÜLTIGEN FORM
Jedes Bild entsteht lange vor der Aufnahme.
Der Druck ist lediglich die letzte Phase eines Weges, der im Gelände beginnt und seine Form im Raum findet.
Hast du ein Konto? Logge dich ein, damit es beim Checkout schneller geht.
VON DER ERFAHRUNG ZUR ENDGÜLTIGEN FORM
Jedes Bild entsteht lange vor der Aufnahme.
Der Druck ist lediglich die letzte Phase eines Weges, der im Gelände beginnt und seine Form im Raum findet.
Fotografien beginnen nicht vor einem Monitor.
Sie entstehen aus dem Eintauchen, aus der an einem Ort verbrachten Zeit, aus dem Warten auf einen Zustand, der nicht erzwungen werden kann.
Manchmal muss man stundenlang gehen, manchmal stillstehen. Was ich suche, ist der Augenblick, in dem Licht und Materie ein klares Gleichgewicht finden.
Wenn Erfahrung und Wahrnehmung zusammenfallen, wird das Bild unvermeidlich.
Die Auswahl ist eine entscheidende Phase.
Jedes Bild wird beobachtet, verglichen und auf die Probe gestellt. Das Gleichgewicht zwischen Licht, Dichte und Oberfläche wird zuerst am Monitor, dann auf Papier überprüft.
Die Auseinandersetzung in der Druckphase ist keine Delegation, sondern ein Dialog.
Sie dient dazu zu verstehen, ob das Bild seine Präsenz auch nach der Verwandlung in Materie bewahrt.
Erst dann kann es zum Werk werden.
Jedes Werk wird durch eine genaue Anzahl von Exemplaren definiert.
Eine Auflage festzulegen heißt zu entscheiden, wie oft dieses Bild in der Welt existieren darf.
Diese Grenze dient nicht der Erzeugung von Knappheit, sondern der präzisen, langfristigen Kontrolle über das Werk.
Ein Werk wird nicht über das hinaus reproduziert, was angekündigt wurde.
Die Zahl ist kein technisches Detail. Sie ist integraler Bestandteil seiner Identität.
Ein Werk lebt in dem Raum, der es aufnimmt.
Das Licht verändert es, der Blick entdeckt es neu, die Zeit offenbart neue Aspekte.
Der Prozess endet nicht mit dem Druck.
Er setzt sich in der Zeit fort.